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Jahresrückblick 2009

Ansprache des PGR-Sprechers Alois Schröpf zum Jahreswechsel 2009

Liebe Christengemeinde,

Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung blicken am Ende eines arbeitsreichen Jahres dankbar zurück auf viele schöne Ereignisse und Begegnungen in unserer Pfarrgemeinde St. Johannes - und in unserer Seelsorgeeinheit.

Lassen Sie mich kurz auf einige besondere Ereignisse und Schwerpunkte hinweisen:

Im Mittelpunkt unseres gemeinsamen Weges steht die Feier der Liturgie. Die würdevolle Gestaltung der Hochfeste (Weihnachten, Ostern, Fronleichnam), war stets ein eindrucksvolles Erlebnis. Die verständliche und zeitgemäße Auslegung des Evangeliums war eine wichtige und wertvolle Orientierungshilfe für unseren Alltag. Dabei dürfen wir uns glücklich schätzen, dass wir - beginnend von unserem Stadtpfarrer über unseren Ruhestandspfarrer, Kaplan bis zu unseren Vikaren - stets sehr gute Prediger in unserer Pfarrkirche erleben dürfen.

Die zunehmende Einbeziehung der Kommunionkinder und der Ministranten in die Gestaltung der Messfeier trägt ebenso zur Lebendigkeit der Liturgie bei wie viele kreative Elemente wie etwa die Niederlegung von Blumen am Karfreitag - damit wurde später kunstvoll der Auferstandene geschmückt - , oder zuletzt das Patrozinium mit Segnung und Verkostung des Johanneswein.

Ein Highlight war in diesem Jahr die erstmalige Firmung in unserer Pfarrkirche. Die persönlich-menschliche Art des Firmspenders, Domkapitular Anton Wilhelm, im Gottesdienst bei der Predigt und Spendung des Firmsakramentes und beim anschließenden Stehempfang auf dem Kirchplatz, hat viele Teilnehmer positiv angesprochen und berührt.

Wir haben Kaplan Christian Süß, der zwar nur relativ kurze Zeit, aber sehr aktiv und segensreich in unserer Pfarrkirche gewirkt hat, im Juli würdig verabschiedet und den Nachfolger, Pfarrvikar Andreas Reber im September herzlich willkommen geheißen. Ebenso haben wir uns über die Zuweisung des nebenamtlichen Vikars Reinald Bogensperger gefreut, der im verwaisten Pfarrhaus – neben dem wiederbelebten Pfarrbüro - Wohnung bezogen hat.

Auch in und um unsere Kirche hat sich wieder einiges verändert und verbessert:

Durch den gelungenen Umbau der Empore können die Galerien wieder gefahrlos und ohne Störung des Kirchenchores benutzt werden. Mit zunehmender Gesangeskunst bereicherten die Chormitglieder unter Leitung unseres Chordirigenten Peter Kosmus unsere Festgottesdienste. Besonders erfreulich ist auch der Ausbau der musikalischen Früherziehung im Kindergarten und der Aufbau des Kinderchores. Erste appetitanregende Kostproben lieferten sie beim Pfarrfamilienabend ab.

Mit der Fertigstellung und Einweihung der neuen Kinderkrippe werden viele junge Eltern wirksam bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt und Kleinstkinder optimal gefördert.

Neu überdacht wurde auch unser Pfarrheim … das Dach ist wieder dicht, im Pfarrsaal brauchen keine Regentropfen mehr aufgefangen werden.

Technisch und optisch gut gelungen ist die neue Rampe beim Seiteneingang, die für Rollstuhlfahrer, gehbehinderte und ältere Menschen, aber auch für Mütter mit Kinderwägen einen bequemen und barrierefreien Zugang zur Kirche ermöglicht.

Besonders wichtig und wertvoll waren die vielfältigen menschlichen Begegnungen in und um unsere Kirche, aber auch bei vielen Veranstaltungen im Rahmen der Seelsorgeeinheit: Die gegenseitige Teilnahme an Einkehrtagen, den Pfarrwallfahrten nach Johannistal und St. Felix, dem gemeinsamen Bittgang zum AWO-Altenheim, an den beiden Pfarrfesten und den Ausflugsfahrten der Senioren, haben unser Pfarrleben erweitert und bereichert und die Seelsorgeeinheit weiter gefördert.

An Ehrenamtlichen, die – oft sehr kurzfristig (z. B. nach überraschenden Stürzen und Verletzungen) - bereit waren, liturgische Dienste zu übernehmen, ob als Mesner, Kommunionhelfer oder beim Ministrantendienst , fehlte es auch in diesem Jahr nicht.

Immer standen auch ausreichende freiwillige Mitarbeiter zur Verfügung, um notwendige Arbeiten in unserer Pfarrkirche, in der Unterkirche, im Pfarrgarten, im Kindergarten und Pfarrheim zu erledigen oder bei der Sternsingeraktion, für die Caritas-Sammlungen, beim Pfarrfest, beim Kirchplatztreff am Firmungstag, für die Birkenaktion und Aufbau der Altäre am Fronleichnamstag, für die Gestaltung des Pfarradvent und der adventlichen Stunde im Wald, bei der Aufstellung und beim Schmuck der Christbäume usw. mit anzupacken.

Allen aktiven Mitstreitern – auch in unseren Gremien und Verbänden (Frauenbund und KAB) - gilt unser herzlicher Dank für ihre engagierte Mitarbeit.

Das Jahr 2009 war ein gutes Jahr für unsere Pfarrgemeinde St. Johannes und für unsere gemeinsame Seelsorgeeinheit.

Daran haben Sie, Pfarrer Pausch, den allergrößten Anteil. Trotz starker gesundheitlicher Beeinträchtigung sind sie - zusammen mit ihrem Seelsorgeteam und tatkräftig unterstützt von der Gemeindereferentin Christine Wittmann und Kirchenpfleger Anton Summer – zielsicher vorausmarschiert und haben unsere Pfarrgemeinde und die Seelsorgeeinheit auf klarem Kurs gehalten.

Dafür möchte ich Ihnen im Namen der ganzen Pfarrgemeinde von St. Johannes ein herzliches und aufrichtiges Vergelt´s Gott sagen.

Zugleich wünsche ich Ihnen und uns allen ein gesundes, gottgesegnetes Neues Jahr.

Schließen möchte ich mit einer zeitlos gültigen, hoffnungsvollen und mutmachenden Feststellung, die Pfarrer Dietrich Bonhoeffer 1944 in tiefster Bedrängnis zu Papier gebracht hat:

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

2009-06-29 Pfarrkirche Johannes (10a)1

Christusdarstellung (über dem Hochaltar)

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